Hofzinser wurde am 6. Juni 1806 in Wien in eine gutsituierte bürgerliche Familie geboren.
Nach dem Abschluss der höheren Schule studierte er und wurde Beamter im Staatsdienst.
Die Zauberkunst ist allerdings schon seit seiner Jugendzeit seine Leidenschaft und er gab bei Gesellschaften Zaubervorführungen, bei denen er auch eine Weiterentwicklung des Becherspiels vom Zauberkünstler Bosco zeigte.
Ab 1852 inszenierte er mit seiner Frau Wilhelmine Zauberabende unter dem Namen: "Stunde der Täuschungen" in seinem Haus, zu denen er wenige ausgewählte Gäste einlud. Neben dem Gedankenlesen, welches er mit seiner Frau überzeugend vortäuschte, überzeugte er seine Zuschauer vor allem mit seinen Kartenkunststücken, die er mit großer Fingergeschicklichkeit und einem Vortrag, der oft sogar in Reimform gestaltet war, darbot.
Hofzinser selbst nannte die Spielkarten liebevoll: "die poetischen Kinder der Zauberkunst".
Er erfand auch eine Reihe von heute noch sehr populären Zaubertricks, wie z.B. den "Rosenspiegel", den "Tintenpokal", den "Ballkasten", das "Spiegelglas und den "schwebenden Stab".
All das entsprang seinem Erfindungsreichtum und selbst das Fallloch stammte ursprünglich von Hofzinser.
1865 ging er in den Ruhestand.
Ab 1872 erkrankte er an einer Lähmung, die sich zunehmend verschlimmerte. Gezwungendermaßen musste er nach und nach sein Hab und Gut verkaufen und in einer günstigeren Wohnung in der Vorstadt von Wien ziehen, damit er die Ärzte und seine Arzneien bezahlen konnte.
Aus Zorn und Verbitterung über seine Situation, veranlasste er seine Frau, alle Zauberapparate und Requisiten, sowie seine gesammelten Schriften und Aufzeichnungen über die Zauberkunst nach seinem Ableben am 11. März 1875 zu zerstören und zu verbrennen. Seine Fau erfüllte ihm diesen Wunsch und so war von seinem Vermächtnis nur das geblieben, was Georg Heubeck ü- berliefern und Ottokar Fischer retten konnte.
.