Berühmte Zauberer

Die magische Welt der Zauberkünstler

Emil Kio

Emil Teodorowitsch Hirschfeld-Renard, geboren am 10. April 1894 in Moskau, war zunächst Schauspieler in einer kleinen Theatergruppe. Nachdem diese während eines Engagements in Polen auseinanderbrach arbeitete er beim Zirkus Ciniselli als Kassierer und half bei den Vorbereitungen. Der Fakier Ben Ali schlug ihm vor doch die Zauberkunst zu erlernen.

Daraufhin ging er zu der bekannten Zauberfirma Conradi-Horster, die in Berlin ansässig war und studierte dort seine ersten Zauberkunststücke ein und nannte sich von nun an Kio. Ab 1921 hatte er seine ersten Aufführungen, die ihm und ein kleines Ensemble quer durch Russland führten. In dieser Zeit entstand seine orientalisch gestaltete Zaubershow, in der auch Hypnose dargeboten wurde.

Im Jahre 1932 wurde Kio von einem Zirkus engagiert.
Die erschwerten Manegenbedingungen (keine Falltür im Boden und ein fast rundherum sitzendes Publikum) machten einige Veränderungen in seinen Nummern nötig.
Bekannt sind unter anderen "Die brennende Frau","Gulliver im Lande der Liliputaner" und der Schwebetrick.

Er verfeinerte und entwickelte die Manegenzauberei enorm und gilt deshalb als der bedeutenste Zauberkünstler. 1939 erhielt er den Titel " Verdienter Künstler der RSFSR" .
Bis zu seinem Tode am 19. Dezember 1965 in Kiev, unternahm er mit seiner fünfzigköpfigen Truppe zahlreiche Tourneen. Seine Söhne Emil und Igor, die schon in den Illusionsschauen ihres Vaters mitgewirkt hatten, übernahmen die Shows und erweiterten sie mit ihren eigenen Tricks.