Berühmte Zauberer

Die magische Welt der Zauberkünstler

Carl Hertz
Der Zauberer Carl Hertz

Carl Hertz , der eigentlich Leib Morgenstern hieß, wurde am 14. März 1859 als Sohn von russisch-polnischen Emigranten in San Francisco geboren. Er begeisterte sich schon sehr früh für die Zauberei und verlor als sechszehnjähriger seinen Ausbildungsplatz zum Kaufmann, weil er es nicht lassen konnte während seiner Arbeitszeit Zaubertricks auszuprobieren.

Also beschloss er sein Hobby zum Beruf zu machen und tourte mit einer Künstlergruppe durch Kalifornien. Diese Tour war ein finanzielles Disaster und sein Vater zerstörte aus Zorn seine Zaubergeräte. Doch Carl Hertz gab nicht auf , ersparte sich mühsam das Geld für neue magische Apparate und fuhr nach Kansas City, wo er das Glück hatte engagiert zu werden.

Er war so erfolgreich, daß ihm mehrere Theatermanager Auftritte in ihren Häusern anboten. Später folgten Torneen durch Nordamerika und ab 1884 auch durch Europa.

Er erlangte Berühmtheit für seinen Zaubertrick vor den Augen der Zuschauer einen Käfig mitsamt eines echten Kanarienvogels verschwinden lassen zu können. 1886 ließ er dann sogar seine spätere Frau Emilie D'Alton verschwinden.

Die Jahre von 1886 bis 1888 verbrachte er wieder in den USA und deckte unter anderem in einem Gerichtsprozess die Tricks des Mediums O'Della Diss Debar auf. Ab 1889 tourte er wieder und bereiste dabei fast die ganze Welt. 1910 trat er sogar vor dem russischen Zar in Petersburg auf, und während des ersten Weltkriegs spielte er für die Verletzten in den Lazaretts. Er war ein erfindungsreicher, enthusiastischer Zauberkünstler und stand bis zu seinem Tod am 20. März 1924 auf der Bühne.