Berühmte Zauberer

Die magische Welt der Zauberkünstler

Gustav Chevalier Agoston

August Böhm wurde am 5.11.1826 in Oldenburg geboren.
Als Sohn eines wohlhabenden Gutsbesitzer konnte er nach dem Abitur, Mechanik in Wien studieren, was sein Interesse an physikalischen Experimenten und an der Zauberei, die damals auch die Verwendung von mechanischen Automaten mit einschloss, sehr entgegenkam.
Er arbeitete zunächst ohne Begeisterung als Anwaltsgehilfe, bevor er schließlich die Zauberei zu seinem Beruf machte.

Von da an nannte er sich Gustav Agoston und zeigte in seinem aufwendig und prunkvoll hergerichteten Schauwagen, Zauberapparate und kleinere Gerätekunststücke wie z.B. die "Wandernde Flasche"und einen farbig beleuchteten Springbrunnen mit der unglaublichen Bezeichnung "Chromatikechataractapoicile".
Außerdem gehörten Geistererscheinungen zu seiner sehr erfolgreichen Show, die ihm soviel Geld einbrachte, daß er sich einen Traum erfüllte, einen schwimmenden Zauberpalast für 1500 Zuschauer auf einem Schiff zu erschaffen.
Die Besucherzahlen reichten nicht aus und so mußte Agoston nach dem Verlust seines gesamten Vermögens wieder mit einem Schauwagen auf Volksfesten auftreten.
Zunächst war er wieder erfolgreich, und engagierte sich recht schnell für seine Shows, sogar mit einer zwölfköpfige Musikgruppe.


Dann brach am 10.08.1879 die Galerie seiner Bühne aus der Verankerung und stürzte in das Publikum. Für dieses Unglück mußte er fast 150 000 Schmerzensgeld für die Verletzten aufbringen.
Im Frühjahr 1882 ließ er ein Theater mit dem Namen"Salon Agoston" bauen, welches 1000 Sitzplätze fasste, aber auch damit hatte er kein Glück und so verlor er nach und nach wieder sein aufgebautes Vermögen und mußte schließlich auch seine Zauberapparate verkaufen.
Ab 1895 trat Agoston mit seiner Frau nur noch in Cafes auf und lebte zum Schluß im Armenhaus in Berlin, wo er am 10.03.1897 verstarb.